Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen

  • Ramstein 1988 - Flugtagkatastrophe
  • Eschede 1998 - Zugunglück
  • Hütschenhausen  2002 - Dachstuhlbrand

Jedem ist klar, dass die Einsatzkräfte extremen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt sind, die eine Nachbetreuung erforderlich machen.

Aber: Auch nach ?kleineren Katastrophen? , unserem Einsatzalltag, kann eine anschliessende gemeinsame Besprechung notwendig sein, die uns bei der Verarbeitung hilft und für die nächsten Einsätze wieder fit macht.

Wir gehen nach einem Einsatz mit den Bildern, Gerüchen und Geräuschen nach Hause. Seelische Spuren kommen oft erst später an die Oberfläche, z.B. in Form unklarer Ängste, Schlafstörungen, Verhaltensstörungen. Es ist wichtig, Distanz zum Erlebten zu bekommen. Das seelische und körperliche Gleichgewicht muss wiederhergestellt werden.
 

TREFFEN KANN ES JEDEN:

  • Feuerwehrleute
  • Bundeswehrangehörige
  • Notärzte
  • Leitstellenpersonal
  • Notfallseelsorger
  • Mitglieder von KatS - Einheiten
  • Polizisten
  • Piloten der Rettungsdiensthubschrauber
  • Rettungsdienstpersonal
  • THW - Mitglieder
  • Schnelle Einsatzgruppe
  • Leitende Notärzte
  • Organisatorische Leiter
     

Ein belastendes Ereignis wird durch diverse Faktoren und Stressoren bestimmt, z. B.:

  • Größe des Schadens
  • Dauer des Einsatzes
  • potentiell überfordernde Situation
  • Begegnung mit dem Tod (eigene Todesangst, Zeuge am Tod anderer)
  • Einsätze bei Kindern
  • Einsätze bei Angehörigen oder Kollegen
  • momentane persönliche Verfassung
  • hohe Verantwortung im Einsatz /Einsatzleitung)

Nur einige Gründe, die emotionale Reaktionen bis zu einer schweren Belastungsstörung hervorrufen  können. Dem möchten wir - Betreuungsteam SbE Kaiserslautern - vorbeugen! Wir helfen den Einsatzkräften im Gespräch für Einzelne, Teams und Großgruppen in den Alltag zurückzufinden.

Wer kann uns anfordern? - Jeder

Wie erreicht man uns? - Tel.: 0631/3653750 (Leitstelle), Fax : 0631/3653748   

Wie erkennt man den Bedarf? - Man bemerkt ein verändertes Verhalten bei Kollegen oder an sich selbst.

Was kosten wir? - Nichts

Wann kommen wir? - Nach Absprache, zeitnah zum Einsatz

Wo treffen wir uns? - Feuerwache, Rettungswache

Wer nimmt teil? - Nur beteiligte Einsatzkräfte, Schweigepflicht ist selbstverständlich

Wir sind im Katastrophenschutz tätig, von der Kreis- und Stadtverwaltung Kaiserslautern zu psychosozialen Fachkräften ausgebildet und benannt.

Unsere Gruppe besteht aus geschulten Mitarbeitenden der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, Notärztin und Notfallseelsorgern. Wir kommen sozusagen aus euren Reihen und haben zum Teil selbst schon Gespräche in Anspruch genommen.

Erste Ansprechpartner, die über die Leitstelle (s.o.) informiert werden:

  • Dr. Carmen Lange (Anästhesistin, LNA)
  • Detlev Besier (Pfarrer, Notfallseelsorger)
  • Jürgen Kraus (Rettungsassistent, Org. Leiter)
  • Michael Ufer (Berufsfeuerwehr)

Wir setzen uns mit der anfordernden Stelle in Verbindung und organisieren die Gesprächsrunde.