Das Wechselladerprogramm

Das Wechselladerfahrzeugsystem mit Abrollbehältern wird für Spezialgeräte bzw. für Sondereinsätze größeren Umfangs, aber mit geringer Einsatzhäufigkeit verwendet. Es gibt für die verschiedenen Zwecke Container in geschlossener und offener Bauweise. Sie sind eine wirtschaftliche Lösung und finden heute bei allen größeren Feuerwehren ihre Anwendung.

1979

Im Jahre 1979 begann mit einer Landesaktion bei der Feuerwehr Kaiserslautern das Zeitalter der Wechselaufbauten. Das Land Rheinland-Pfalz stellte der Feuerwehr ein Trägerfahrzeug mit vier Wechselaufbauten zur Verfügung. Eine offene Mulde , zwei Container mit Plane und Spriegel und ein geschlossener Kofferausbau. Dieser wurde gleich 1979 in Eigenleistung als Einsatzleitcontainer (ELW 3) ausgebaut.

Da die Technik aus den 70er Jahren mittlerweile überholt ist, erfolgte in den Jahren 1997/98 ein weiterer Umbau, wobei modernste Kommunikationstechnik eingebaut wurde. Dieser Container wird nicht nur im Stadtgebiet, sondern auf Anforderung auch überregional eingesetzt.

Der Abrollbehälter-Mulde mit einer maximalen Ladekapazität von 6 Tonnen dient zum Abtransport von Brandschutt, Bergungsgut, sperrigen Gütern sowie Schüttgüter für Einsätze jeglicher Art.

1986

wurde ein Container als Abrollbehälter-Rüst umgebaut. Das auf dem Container verlastete Material kommt zum Einsatz bei Bauunfällen, bei Einsturzgefahren, bei der Rettung verschütteter Personen, sowie als Begleitfahrzeug bei Einsätzen mit dem Feuerwehrkran.

Im gleichen Jahr wurde der Abrollbehälter-Pumpen in Dienst gestellt. Dieser ist eine Reserve des Landes Rheinland-Pfalz für den Einzugsbereich der Feuerwehr Kaiserslautern. Verlastet sind vor allem verschiedene Pumpen (Tauchpumpen, Schmutzwasserpumpen) Stromerzeuger und Beleuchtungsmaterial für Einsätze bei Hochwasser. Der Abrollbehälter-Pumpen ist regelmäßig bei Hochwasserschäden an Rhein und Mosel im Einsatz.

Ein aus dem Jahr 1965 stammender Anhänger mit formstabilen Wasserrohren (Lanninger-Rohre, wie sie auch in der Landwirtschaft Verwendung finden) wurde 1986 auf einen Abrollbehälter umgebaut. Sein Einsatzbereich ist die Herstellung von provisorischen Wasserleitungen über einen längeren Zeit -raum oder bei größeren Schadensereignissen zur Wasserversorgung.

1987

kam für ein über 20 Jahre altes Wasserrettungsfahrzeug der Abrollbehälter-Wasserrettung. Es handelt sich dabei um einen geschlossenen Container. Das besondere dabei ist, daß sich die Taucher während der Alarm -fahrt im Container aufhalten und bereits ihre Tauchanzüge anlegen können. Im Abrollbehälter sind neben den Tauchanzügen und Tauchgeräten alle notwendigen Gerätschaften zur Wasserrettung verlastet. Sogar ein Schlauchboot befindet sich seitlich in einem Einschub. Integrierte Kommunikationseinrichtungen sichern den Sprech- und Funkkontakt vom Container zum Trägerfahrzeug auch während der Alarmfahrt.

1998

Noch im Jahre 1998 wird ein Abrollbehälter mit Plane und Spriegel ausgebaut als Nachschubcontainer für Gefahrguteinsätze. Es werden Auffangbehälter verschiedener Größe und Beständigkeit, verschiedene Bindemittel, verschiedene Auffangplanen, diverse Ölsperren, Ladegeschirre und Transportmittel verlastet.

Zwei Fahrzeuge standen zum Transport der Abrollbehälter bereit. - Magirus 232 D15, zulässiges Gesamtgewicht 16 Tonnen, Baujahr 1979 - Magirus 310 D12, zulässiges Gesamtgewicht 22 Tonnen, Baujahr 1982 Auf dem letztgenannten Fahrzeug war zusätzlich ein Kran mit einer Hubkraft von 2,7 Tonnen mit Ladegeschirr montiert.

Der Feuerwehr Kaiserslautern standen somit 7 Abrollbehälter und 2 Trägerfahrzeuge zur Verfügung. Als nächste Beschaffung war ein Abrollbehälter als mobile Unterkunft für Einsatzkräfte bei längeren Atemschutzeinsätzen bzw. Gefahrguteinsätzen geplant. Denn Komplettfahrzeuge (Fahrgestelle und Aufbauten) verursachen erheblich mehr Unterhaltungskosten, wobei die Abrollbehälter nahezu wartungsfrei auf ihren Einsatz warten.

2001

Ersatzbeschaffung eines Wechselladerfahrzeuges: Das Wechselladerfahrzeug wurde als Ersatz für ein 22 Jahre altes Fahrzeug beschafft.

Bei dem Altfahrzeug handelt es sich um ein Fahrzeug des Landes RLP für den Transport der landeseigenen Container. Somit übernahm auch das Land die Kosten für die Ersatzbeschaffung. Die Kosten für die eingebaute Seilwinde übernahm die Stadt Kaiserslautern.

Mit dem neuen Wechselladerfahrzeug können alle bei der Feuerwehr Kaiserslautern vorhandenen Abrollbehälter auf- und abgesattelt und zur Einsatzstelle transportiert werden.

Es entspricht den neuesten technischen Richtlinien und ist aufgrund seiner GGVS- Ausstattung zum Transport von gefährlichen Gütern zugelassen.

2005

Ein Wechsellader mit Kran wurde als Ersatz für das alte Magirus-Fahrzeug beschafft. Kurz darauf erfolgte der Verkauf der beiden Magirus-Fahrzeuge aus 1979 und 1982.

 

 

Das Wechselladerprogramm der Feuerwehr Kaiserslautern

Wechsellader bei der Feuerwehr Kaiserslautern

Foto

Funkrufname

Fahrzeugtyp

Baujahr

Florian Kaiser 65 WLF 2001 [Details]
Florian Kaiser 66 WLF-Kran 2005 [Details]

Abrollcontainer bei der Feuerwehr Kaiserslautern